Jahresbericht 2009
Jahresbericht 2009
Das Berichtsjahr 2009 begann mit der Reise der Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und
Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Frau Professor Dr.
Maria Böhmer, in die Türkei. Der Vorsitzende des Fördervereins Antikes Antiochia e.V., Nihat
Sorgeç, hatte Frau Professor Böhmer empfohlen, ihren offiziellen Türkei-Besuch mit den
Gesprächsschwerpunkten Bildung und Religionsfreiheit um einen kurzen Abstecher in das
multikulturelle Antakya zu ergänzen. Sie nahm die Anregung gern auf und besuchte die Stadt
Anfang April 2009, nur wenige Tage nach den dortigen Regionalwahlen. Der neugewählte
Bürgermeister Antakyas, Dr. Lütfü Savaş, stellte ihr Antakya als Ort des seit Jahrtausenden
friedlichen Miteinanders der verschiedenen Völker, Kulturen und Religionen vor und machte sie
mit dem 2007 gegründeten Antakya Medeniyetler Korosu (Antakya Chor der Zivilisationen)
bekannt, dessen Mitglieder verschiedenen Glaubensrichtungen angehören und für Toleranz und
Brüderlichkeit in der Welt auftreten. Frau Dr. Böhmer war von diesem Besuch außerordentlich
beeindruckt und bezeichnete Antakya in ihren Abschlussgesprächen in der Türkei, in ihren
offiziellen Verlautbarungen und in ihrem Reisetagebuch als ein “Beispiel für die ganze Welt”. Nihat
Sorgeç hatte ihren Aufenthalt in Antakya selbstverständlich begleitet und ihren noch in Antakya
geäußerten Gedanken, den Antakya Medeniyetler Korosu zu einem Auftritt nach Berlin zu holen,
sofort aufgegriffen. Der Auftritt sollte schon im Frühjahr 2010 im Rahmen der Internationalen
Tourismusbörse realisiert werden.
Anlässlich seines Aufenthalts in Antakya Ende März/Anfang April 2009 vereinbarte Nihat Sorgeç
auch mit dem Frauenverein in Antakya, die Veröffentlichung einer Broschüre über Antakya in
deutscher Sprache zu unterstützen. Die zugesagte Fördersumme beträgt €500,00.
Im September 2010 wurde der Bürgermeister Dr. Savaş vom Förderverein nach Berlin eingeladen.
Er, seine Gattin und acht weitere Begleiter nutzten die Gelegenheit, im Anschluss an die
Reichstädter Tage in Antakyas Partnerstadt Aalen zu einem zweitägigen Besuch nach Berlin zu
kommen und hier für die Region wichtige wirtschaftliche Kontakte zu knüpfen. Im Rahmen des
umfangreichen Besuchsprogramms wurde die Delegation u.a. ins Bundeskanzleramt, zu
Kammern, Verbänden und Medien eingeladen. Da der Berlinaufenthalt in die islamische Fastenzeit
fiel, ergab sich für die Gäste am Ankunftsabend anlässlich eines Fastenbrechens in den Räumen
des BWK BildungsWerks Kreuzberg auch noch die Gelegenheit zu intensiven interkulturellen und
interreligiösen Begegnungen mit Repräsentanten der verschiedenen in Berlin für Integration und
Migration tätigen Gruppen bzw. Organisationen.
Die Berlin ansässige PANTHEONfilmCOMPANY, die einen Fernsehfilm über das Zusammenleben
der verschiedenen Kulturen und Religionen in Antakya geplant und auch schon konzipiert hatte,
war im Herbst 2009 an den Förderverein herangetreten mit der Bitte, ihr Projekt im Rahmen von
Kontakten und Empfehlungen zu unterstützen. Da das Filmvorhaben sich mit den Zielen des
Vereins deckte, wurde der Bitte natürlich entsprochen. So konnte der Verein als Veranstalter des
für 2010 geplanten Konzerts des Antakya Medeniyetler Korosu die PANTHEONfilmCOMPANY
zum Beispiel rechtzeitig ausführlich über das Konzert informieren, den Kontakt zum Chor
herstellen und ihr damit den Weg zum Mitschnitt für die Aufnahme in die filmische Dokumentation
ebnen.
Nach der erfolgreichen Wohltätigkeits-Gala im Frühjahr 2008 fand 2009 schließlich auch wieder
eine Charity-Veranstaltung statt. Der Förderverein lud erneut unter dem Motto “Wir fördern
Bildung” zu seiner Benefiz-Gala am 21. November 2009 ein, die Veranstaltung fand wieder großen
Zuspruch, und der Spendenerlös lag diesmal mit €3.797,65 nach Abzug aller Kosten fast doppelt
so hoch wie im Vorjahr. Es ist dem Verein dadurch möglich, an vier förderungswürdige und –
bedürftige Jugendliche aus der Region Hatay Stipendien in Höhe von jeweils €1.00,00 zu
vergeben.
Die Gala unter dem Motto “Wir fördern Bildung” wird selbstverständlich auch 2010 fortgesetzt.
(Ingrid Döring) 30.06.2010

