Jahresbericht 2005
Jahresbericht 2005
Das Berichtsjahr 2005 begann mit der Herausgabe des ersten Antakya-Kalenders 2005 als
Bindeglied zwischen alter und neuer Heimat für die in Deutschland lebenden Antakyaner uns als
bebilderte Information über das heutige Leben im Gebiet des antiken Antiochia für Freunde,
Förderer und Partner des Vereins. Der Antakya-Kalender des Fördervereins Antikes Antiochia e.V.
wird künftig jährlich erscheinen. Die Ausgabe 2006 liegt inzwischen auch schon vor.
Im Rahmen der engen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Antakya und dem Verein besuchte
eine Delegation, bestehend aus Vorstandsmitgliedern des Vereins und ausgewählten deutschen
Journalisten aus Rundfunk-, Fernseh- und Zeitungsredaktionen, auf Einladung des
Bürgermeisters Mehmet Yeloğlu das vom 21.-23. Juli 2005 stattfindende XXI. Antakya Festival.
Den Journalisten wurde die Möglichkeit zu ausführlichen Interviews mit den Verantwortlichen der
Stadt und verschiedenen Erkundungsfahrten zu selbstgewählten Zielen im Gebiet des antiken
Antiochia geboten. Ihre kulturpolitischen Reportagen wurden zeitnah im Deutschlandfunk
gesendet bzw. In bundesweit vertriebenen Kölner Zeitschriften veröffentlicht.
Anlässlich des Besuchs des Antakya-Festivals,
zu dem auch Vertreter aus Aalen in BadenWüttenberg,
der Partnerstadt von Antakya, angereist waren, wurden die zwischen dem
Förderverein Antikes Antiochia e.V. und der Stadt Aalen bereits bestehenden guten Kontakte
weiter intensiviert. Es ist beachsichtigt, in gemeinsamer Arbeit in Antakya ein Begegnungshaus zu
schaffen, das zum Zentrum unserer Förderarbeit werden soll. In Absprache mit dem
Bürgermeister von Antakya Mehmet Beloğlu wird zu diesem Zweck in der Altstadt von Antakya
ein geeignetes historisches Gebäude gesucht, das zu restaurieren und seinem Zweck
entsprechend einzurichten ist. Über den Modus der gemeinsamen Förderaktivitäten durch den
Verein in Berlin und die Vertreter der Stadt Aalen wird in den kommenden Monaten entschieden.
Den Gegenbesuch des Bürgermeisters von Antakya Anfang August 2005 in Deutschland nutzte
Mehmet Beloğlu zur Information über moderne Kläranlagen. Die Wasserbewirtschaftung in und
um Antakya bedarf der dringenden Modernisierung. Nihat Sorgeç vermittelte Möglichkeiten der
Besichtigung geeigneter Anlagen und der eingehenden technischen Information.
Ebenfalls im Juli 2005 nahm der Vorsitzende Nihat Sorgeç Kontakt auf zur Berlin-Partner GmbH,
die seit dem 1. Juli 2005 die Aktivitäten von Partner für Berlin Gesellschaft für
HauptstadtMarketing mbH und Wirtschaftsförderung Berlin International GmbH bündelt. Ziel der
angestrebten Kooperation ist die Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der
Provinz Hatay und Berlin. Berliner Wirtschaftsunternehmen, die neue Märkte erschließen wollen,
sollen für Investitionen in Hatay gewonnen und dabei begleitet und unterstützt werden.
Unternehmen aus Hatay, die auf der Suche nach neuen Absatzmärkten auch in Berlin Fuss fassen
möchten, sollen hierbei unbürokratisch unterstützt werden. Erste Unternehmerkontakte über die
IHK wurden bereits geknüpft. Allgemeine Informationen über den Wirtschaftsstandort Hatay und
seine Geschichte wurden der Berlin-Partner GmbH im August 2005 zur Verfügung gestellt. Für
das erste Halbjahr 2006 ist für interessierte Berliner Investoren eine einwöchige Reise ins Hatay
zur Vertiefung der Kenntnisse über den Standort und die Vermittlung wichtiger Kontakte
vorgesehen.
Im Herbst 2005 nahmen Lehrer unterschiedlicher Schulen aus dem Hatay das durch EU-Mittel
geförderte Angebot wahr, die Bildungsstrukturen in verschiedenen Ländern Europas im Rahmen
einer Studienreise kennenzulernen. Zwei Gruppen wurde die Gelegenheit zur Information im BWK
Bildungswerk Kreuzberg geboten. An der Abschlussveranstaltung der zweiten Gruppe nahm der
Bildungsminister der Provinz Hatay mit einigen Mitarbeitern seines Ministeriums teil. Ein Ausbau
der bestehenden Kontakte zwischen dem Verein und dem Bildungsministerium mit dem Ziel einer
engen Kooperation auf dem Bildungssektor einschließlich der beruflichen Bildung wird
angestrebt.
(Ingrid Döring)

