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Jahresbericht 2011

Jahresbericht 2011

Jahresbericht 2011

Das Volksbildungszentrum Antakya hat in den vergangenen Jahren in einem vom Türkischen
Ministerium für Arbeit und Soziales, von der Generaldirektion der Türkischen Arbeitsverwaltung
und der Europäischen Union unterstützten Projekt arbeitslose Frauen aus Hatay in Mosaikkunst
ausgebildet. Das Ziel dieses EU-Frauenprojektes war die Vermittlung traditioneller Kenntnisse und
Fertigkeiten zur Herstellung von Mosaiken nach alten Vorbildern aus Antiochia. Die besten
Arbeitsergebnisse der in der Antakya durchgeführten Kurse wurden nach Abschluss des Projekts
europaweit ausgestellt und unter dem Titel “Mosaikkunst aus Antakya (Antiochia)
– Ein EUFrauenprojekt” auch dem Berliner Publikum vorgestellt. Für die Ausstellung der empfindlichen
Mosaiken in Berlin stellte der Vorsitzende des Fördervereins Antikes Antiochia e.V. Nihat Sorgeç
das Casino seines BWK BildungsWerks in Kreuzberg zur Verfügung. Die Eröffnung der
Ausstellung fand am 21. Mai 2011 im Beisein von Vertretern der Kulturabteilung der Türkischen
Botschaft und einer 20 köpfigen Delegation aus Antakya, darunter auch Teilnehmerinnen der
Mosaikkunst-Kurse, statt. Im Anschluss an die Eröffnung konnten die Mosaiken noch bis zum 24.
Mai 2011 besichtigt werden.
Die Betreuung der Mosaiken-Ausstellung wurde von Mitgliedern des Vorstands des Fördervereins
sowie von Mitarbeitern des BWK übernommen.
Parallel zu den Mosaiken, die im Casino des BWK zu sehen waren, wurden im Zeitraum von 19.
bis 20. Mai 2011 im Atrium des BWK auch noch Bilder aus dem alten Antakya gezeigt. Der
Besuch beider Ausstellungen war kostenlos.
Ende August 2011 wurden die besten Mosaiken auf Anregung des Vereinsvorsitzenden in
Absprache mit der Kulturabteilung der Türkischen Botschaft und dem Büro des Regierenden
Bürgermeisters von Berlin noch einmal ausgestellt, und zwar anlässlich der Langen Nacht der
Museen in der Halle vor dem Großen Saal des Roten Rothauses.
Am 11. Juni 2011 fand wie geplant das Benefiz-Sommerfest 2011 des Fördervereins statt, das mit
über 125 Gästen sehr gut besucht war. Es stand wie in den vergangenen Jahren unter dem Motto
“Wir fördern Bildung”, und der Förderverein konnte mit den eingenommenen Spenden auch
wieder förderungswürdige und -bedürftige junge Menschen aus der Region Hatay mit Stipendien
in Höhe von jeweils €1.000,00 unterstützen.
Am 11. September 2011 besuchte der Bürgermeister von Antakya Herr Dr. Lütfü Savaş mit einer
14 köpfigen Delegation aus Antakya, von den Reichstädter Tagen aus Aalen kommend, wieder
kurzfristig Berlin. Zu Ehren des Bürgermeisters lud der Förderverein wie immer zu einem Empfang
am Ankunftsabend ein, auf dem den Berliner Gästen Gelegenheit zu einem regen
Gedankenaustausch über die aktuelle Situation in der Region Hatay, das in Antakya in den
vergangenen zwei Jahren Erreichte und die künftige Entwicklung der Stadt geboten wurde. Für
die Gäste aus Antakya wurde am zweiten Besuchstag ein umfangreiches Besichtigungsprogramm
organisiert.
Trotz der Kürze der Verfügung stehenden Zeit klappte die gesamte Organisation reibungslos und
fand bei den Gästen aus Antakya auch inhaltlich großen Anklang. Dennoch ist festzuhalten, dass
Zeit- und Kostenaufwand in keinem Verhältnis zum Anlass standen. Bei künftigen Besuchen wird
grundsätzlich sowohl auf einen ausreichenden zeitlichen Vorlauf für die Organisation als auch auf
die Vorabklärung der Kostenübernahme zu achten sein, um die Möglichkeiten, auch andere
Aktivitäten im Interesse Antakyas zu unterstützen, nicht zu erschweren.
Zu solchen anderen Aktivitäten gehörte der für den 25. Oktober 2011 geplante Auftritt einer
Gastsolistin aus Antakya, die aus Anlass des 50. Jahrestags der türkischen Einwanderer in
Deutschland für ein Konzert unter dem Titel “Biblisches Licht und Mevlanas Feuer! – Ein Konzert
der Begegnung” vom Berliner Konzert Chor e.V. eingeladen worden war. Die Kulturabteilung der
Türkischen Botschaft trat an den Förderverein heran mit der Bitte um finanzielle Unterstützung,
die nach eingehender Prüfung auch zugesichert wurde. Der Förderverein übernahm Flug- und
Hotelkosten für die Künstlerin, Frau Odet Arap. Zum großen Bedauern des Fördervereins musste
das Konzert dennoch ohne Frau Arap stattfinden, weil ihr das Visum verwehrt wurde.
Im Dezember 2011 erreichte den Förderverein ein Hilferuf des Bürgermeisters Madenlı. Die in
einer gebirgigen Region Hatays liegende Gemeinde sucht dringend ein Löschfahrzeug zur
Brandbekämpfung. Der Förderverein wird umgehend prüfen, ob eine Möglichkeit besteht, der
Gemeinde von Deutschland aus zu helfen.
(Ingrid Döring)

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